Gestern saß ich mit lieben Freunden beim herbstlichen Kaffee zusammen. Da kam die Frage auf, was denn Jyotisha im Verhältnis zur westlichen Astrologie auszeichnet. Wenn wundert’s, dass mir dazu 1000 Dinge eingefallen sind. Dennoch ist es wichtig gleich klarzustellen, dass Jyotisha nicht besser und nicht schlechter ist. Beide Formen der Astrologie sind wertvolle und eigenständige Methoden.

Wir saßen an einem rechteckigen Tisch. Die Tischenden nach Osten und Westen ausgerichtet. Die Freundin, die die Frage gestellt hatte, betonte, wie erstaunt sie war, während unserem Beisammensein so viel zu fragen und zu erzählen. Sonst gar nicht ihre Art.

Im Osten ging gerade das Sternbild Fische auf. Besagte Freundin saß im Süd-Westen an unserem Tisch und damit, dem Zodiak folgend, quasi im Sternbild Skorpion. Alle drei Wohltäter besiedelten gerade Skorpion. Merkur, der große Kommunikator, der im ständigen Austausch steht. Jupiter, der Rhetoriker, der gerne sein Wissen teilt. Venus, die Attraktive, die gerne die Aufmerksamkeit bucht. Kein anderer in unserer Kaffeerunde war unter dem Einfluss dieser drei planetarischen Gesellen.

Jyotisha ist eingebunden in eine weit verzweigte Wissenstradition. Jyotisha wird durch andere Wissens-Bereiche inspiriert und ergänzt diese auf seine eigene Weise. Bei einem Stück Apfelkuchen wurde gestern der Tisch zum Horoskop und Vāstu inspirierte Jyotisha und umgekehrt. Ich denke das ist es, was Jyotisha so besonders macht.